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Impressionen Görlitzer Altstadtfest 2009

Altstadtfest vom 28. bis 30. August 2009

Ritter, Feuer und Musikanten

Die Görlitzer Altstadt und ein Stadtteil von Zgorzelec verwandelten sich für drei Tage in ein historisches Spektakel. Beim größten und vielleicht auch schönsten Fest der Region feierten Einheimische wie Besucher die schönsten Seiten des Mittelalters. Etwa 100000 Besucher waren nach Polizeiangaben dabei, und Veranstalter wie Gestalter zeigten sich zufrieden mit dem größten Görlitzer Volksfest – auch wenn es ein paar Probleme gab.

Im gesamten historischen Stadtkern fand ein umfangreiches Programm statt. Auch in diesem Jahr gab es den traditionellen Festumzug vom Bahnhof bis zum Obermarkt mit Blasmusik und Spielmannszügen, Karnevalsverein und Brauwagen, Schützenverein, Spielluden und Görlitzer Sportvereinen. Gaukler und Spielleute, Mittelaltergruppen und Handwerker in mittelalterlichen Gewändern zogen das Publikum in ihren Bann. Ein wunderbares Schauspiel bot auch das festlich beleuchtete Riesenrad in den Abendstunden auf dem Obermarkt.

Zwischen Untermarkt und Altstadtbrücke, auf der Neiß- und Peterstraße sowie rund um die Peterskirche drängten sich derweil die Gäste, die traditionell aus ganz Ostsachsen in die Neißestadt geströmt waren.

Altstadtfest-Pin 2009 mit RatscaféAltstadtfest-Pin und -Aktie

Ein Wegezoll wurde erhoben, wollte man in den historischen Teil rund um den Untermarkt und die Peterskirche eintauchen. Von echten Rittern, Mönchen und Burgdamen wurde diese Maut erhoben. Dies alles, um selbst ruhigen Gewissens sagen zu können – auch ich habe mein Teil zum Gelingen des Festes beigetragen. Übrigens: Durchmarschieren konnten alle, die sich für nur 5 Taler mit dem Altstadtfest-Pin schmücken: ohne Wegezoll geht’s dann an allen Tagen ab ins Vergnügen.

Der Verkauf des Pins als freiwilliger Eintritt zum Fest ist rückläufig, sagt Gerd Weise vom Kulturservice der Stadt. „Es ist traurig, dass die Bereitschaft zur Zahlung eines freiwilligen Wegezolls geringer war als im Vorjahr.“ Wie viele Pins verkauft wurden, war noch nicht errechnet – genauso wie der Erlös der Goldenen Aktie, mit der das Fest ebenfalls unterstützt werden konnte.

Altstadtfest-Humpen

Die Landskron Brauerei hat 3000 Altstadtfest-Humpen ausgeliefert. „Die Gastronomen haben sie unterschiedlich eingesetzt“, sagt Marketing-Managerin Annett Gernhardt. Während einige Stände gute Erfahrungen mit den Krügen machten, setzten andere wieder auf Plastebecher. Die Festbesucher haben zahlreiche Humpen gegen Verzicht auf die Pfandgebühr behalten. „Wie viele das waren, können wir aber erst sagen, wenn Mitte der Woche alle Einzelhändler abgerechnet haben“, informiert Annett Gernhardt.

Programmverschiebungen

Einige Besucher äußerten sich etwas missmutig, dass mehrere Programmpunkte verspätet begannen oder ganz ausfielen. Gerd Weise hat Verständnis für diese Verstimmung zahlender Festbesucher, doch wirbt um Einsehen: „Das passiert nur im historischen Teil des Festes, wo die Künstler an mehreren Orten auftreten.“ Da könne es schon mal sein, dass die Stimmung an einem Platz so gut ist, dass es spontan eine Zugabe gibt. „Und selbst wenn nicht, müssen immer noch die langen Wege durch die vielen Besucher bewältigt werden.“

Riesenrad am Obermarkt Obermarkt Riesenrad bei Nacht Bühne am Waidhaus




Alles aus Fell Bühne Untermarkt Bühne Untermarkt Glocken und Teelichthalter




Nikolaistraße Nikolaistraße Bühne Nikolaistraße Kürschner
 

 
  Altstadtbrücke Händler in der Peterstraße  
Kommentar: Zu lustig für echte Geizhälse

Mittelalter ist immer lustig. Rülpsende Raufbolde, deftige Zoten, Wein, Weib, Gesang im Überschwang. Ach, wie herrlich, so ein wildes Treiben! In Görlitz war das am Wochenende mal wieder ziemlich sehr herrlich beim Altstadtfest. Überall was zum Schauen, zum Hören, zum Riechen – jede Menge Unterhaltung und urige Kostüme. Doch ganz wirklich mittelalterlich geht es dann doch nicht zu. Denn bei einer Sache verstanden auch die lustigsten Mittelalten früher gar keinen Spaß: beim Geld. Wer seinen Zehnten nicht pünktlich beim Landesherrn ablieferte, der konnte aber was erleben!

Beim Mittelalter made in Görlitz hebt das aber niemanden an. Da konnten die Gesandten der Obrigkeit noch so drängen und bitten – die fünf Euro für einen Festanstecker wollten viele nicht zahlen. Vielleicht gibt's im nächsten Jahr zeitgemäße Antworten für die Schnorrer. Kleine Pranger für Geizhälse zum Beispiel...

© 2001-2010 Anett Sänger *** Schachverein Görlitz 1990 e. V.
letzte Aktualisierung am 04. September 2010